August Pradetto: Für eine rationale Sicherheitspolitik statt Alarmismus.
Wie muss eine europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik beschaffen sein?
Prof. Dr. August Pradetto war von 1992 bis 2014 Professor für Politikwissenschaft an der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg, Institut für Internationale Politik. Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte sind europäische und internationale Konflikte und Konfliktmanagement seit 1945, die Außenpolitik osteuropäischer Staaten, NATO und NATO-Erweiterung nach dem Kalten Krieg, deutsche Außenpolitik sowie der Konflikt um die Ukraine seit 2014.
Pradetto studierte Politikwissenschaft, Kommunikationswissenschaften und Germanistik und arbeitete an der Freien Universität Berlin und den Universitäten in Warschau, Wien und Hong Kong. Er kann auf Gastprofessuren und Forschungsaufenthalte in über 20 Ländern zurückblicken, darunter in Russland, der Ukraine und der VR China. Er hat eine Vielzahl von Büchern und Artikeln zu seinen Arbeitsschwerpunkten veröffentlicht.
In den 1980er und 1990er Jahren lag sein wissenschaftlicher Schwerpunkt auf Entwicklungen und Transformationen in den kommunistischen und postkommunistischen Staaten und daraus resultierenden Veränderungen für die europäische und internationale Ordnung. Ab den 2000er Jahre beschäftigte er sich vorrangig mit internationalen Sicherheitsstrukturen, der NATO-Osterweiterung und der europäischen Sicherheitsarchitektur sowie mit der deutschen Außenpolitik. Seit 2014 ist der Konflikt zwischen Russland, der Ukraine und dem Westen ein Schwerpunkt seiner wissenschaftlichen Arbeit. Er war unter vielem anderen auch Teilnehmer am Projekt Streitkräfte im 21. Jahrhundert und ist seit 2017 Mitglied der wissenschaftlichen Kommission des österreichischen Verteidigungsministeriums.
An Veröffentlichungen zum Krieg in der Ukraine sind zu nennen:
Die Krim, die bösen Russen und der empörte Westen. Blätter für deutsche und internationale Politik, Nr. 5/2014, S. 73–78 >> link
Die Ukraine-Krise: Geopolitik und Identität im Verhältnis zwischen Russland und dem Westen, In: Die Friedens-Warte (1–2/2014), S. 31–58.
Die Ukraine, Russland und der Westen: Die Inszenierung einer Krise als geopolitischen Konflikt, In: Staack, Michael (Hrsg.): Der Ukraine-Konflikt, Russland und die europäische Sicherheitsordnung. Wien 2017, S. 21–72 >> link
70 Jahre Nato: Von der Konfrontation zur Integration und wieder zurück; in: Blätter für deutsche und internationale Politik 4/2019, S. 93–102 >> link
Ukraine: Realismus vs. Krieg: Neutralität als Chance; in: Blätter für deutsche und internationale Politik 3/2022, S. 40–48 >> link
Wie der Krieg enden könnte: Die Ukraine zwischen Neutralität und westlicher Allianz. In: Karenina. Petersburger Dialog Online, 17. Mai 2022 >> link (Nachdruck von: Die Ukraine zwischen Neutralität und westlicher Allianz; in: Welt-Trends (Potsdam), Nr. 187, Mai 2022, S. 34–39)
NATO oder Neutralität: Der Ukraine-Krieg und die europäische Sicherheitsordnung;
in: Heinz Gärtner (Hg.): Die Ukraine im Krieg – ist Frieden möglich? LIT, Münster,
Wien 2022, S. 202–214. >> link
Panzer, Kampfjets und Raketen? Über die roten Linien im Ukrainekrieg; in: Blätter für deutsche und internationale Politik 3/2023, S. 53–60 >> link
Der Ukrainekrieg als Zeitenwende 2.0 und die Sicherheitsarchitektur Europas; in:
International IV / 2023, S. 14-18 >> link
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